Love is my religion

12.05.2017

In meiner Ausbildung zur psychologischen Beraterin betrachten wir zurzeit das allgegenwärtige Thema der Liebe. Dabei wurde die Liebe mit Religion verglichen.

In der heutigen Zeit ist es das oberste Gebot einen Partner an seiner Seite zu haben. Sobald man "zu lange" Single ist, wird man bestenfalls bemitleidet.

Ich gebe zu: ich gehöre auch zu der Gattung Mensch, die an die grosse Liebe glaubt. Doch ich finde den Vergleich sehr spannend. Es macht Sinn darüber nachzudenken, was wir über die Jahre durch Hollywood Filme und Werbung von Partnervermittlungsbörsen implizit vermittelt bekommen haben.

"Du kannst nur glücklich sein, wenn du einen Partner an deiner Seite hast. Und wenn du diesen Partner gefunden hast, wird alles gut und du wirst von allem was dich unglücklich macht erlöst sein."

Es wurde ein richtiger Hype daraus geschaffen. Der heiligste aller Tage im Namen der Liebe ist bekanntlich der Valentinstag (so ähnlich wie im Christentum Weihnachten). Das Symbol ist das rote Herz (an Stelle vom Kreuz) und Gebete könnte man mit "ich liebe dich" gleichsetzen.

Viele von uns streben nach dieser erlösenden Liebe. Wie (früher) die Menschheit nach Erlösung durch Gott gesucht hatte.

Ob dieser Glaube an die romantische Liebe nun gut oder schlecht ist, vermag ich nicht zu sagen. Aber ich durfte einige Muster in meinem Leben durch diese Erkenntnis aufdecken. Und vielleicht vermag es auch bei dir das eine oder andere Aha-Erlebnis erschaffen.

Ich wünsche dir einen Tag mit viel Religion ;)

Alles Liebe

Jasmin