Ich bin unendlich erschöpft

20.12.2016

Ein neuer Tag erwacht und einmal mehr zwinge ich mich aus dem Bett. Mein Grosser muss in den Kindergarten. Sonst würde ich nämlich liegen bleiben. Irgendwie habe ich keine Kraft und auch keine Freude. Alles scheint mir so schwer zu sein. Das ganze Leben gleicht gerade eher einem Überleben.

Am Morgen sehne ich mich nach dem Abend. Und am Abend kann ich dann durch all die Gedanken und Sorgen nicht einschlafen. Worauf ich am Morgen wieder unendlich müde sein werde. Es ist ein Teufelskreis. Und ich fühle mich elend.

Kennst du diese oder ähnliche Momente?

Genau so fühlte ich mich noch vor ein paar Jahren. Ich wachte auf und hatte trotz meinen wunderbaren Kindern nicht wirklich die tiefe Freude, die ich eigentlich spüren sollte.

Nach all diesen Monaten der inneren Leere und Verzweiflung, ging ich diesen Gefühlen auf den Grund und entschloss mich einen ganz neuen Weg einzuschlagen.

Es brauchte viel Mut, Zeit und den richtigen Support um dahin zu gelangen. Aber es hat sich gelohnt. Jeder einzelne Schritt. Auch wenn dieser Berg unbezwingbar erschien, ging ich jeden Tag mindestens ein paar kleine Schritte weiter. Und im Nachhinein freue ich mich über die gesamte Strecke, die ich gemeistert habe.

Hier 3 Tipps, die mir am besten geholfen haben:


  1. Ich bin kein Opfer!

    Anfänglich sah ich mich als Opfer der Situation. Doch gerade dadurch wurde ich handlungsunfähig. Ich blockierte mich selber und anstatt in ein neues, positives Leben zu marschieren blieb ich im alten und suhlte mich in Selbstmitleid. Bis ich feststellte, dass ich so keinen Schritt weiterkommen würde. 

  2. Ich bestimme mein Leben! 

    Zugegeben, es gibt Situationen im Leben, in denen du vor vollendete Tatsachen gestellt wirst. Auch hier kann ich mich entweder als Opfer sehen oder ich erkenne die Veränderung als Chance. Ich bestimme mein Leben! Ich bestimme, welchen Weg ich gehe. Und manchmal ist der scheinbar schwierigere Weg, auf lange Sicht viel einfacher. 

  3. Ich verlasse meine Komfortzone! 

    Es gibt einiges, wobei ich mich unwohl fühle. Zum Beispiel finde ich es total unangenehm alleine in einem Restaurant zu essen. Oder ich laufe nicht gerne Schlittschuh. Doch diese selber auferlegten Grenzen hindern uns oft, wunderbare Erfahrungen zu machen. So stelle ich mich mindestens einmal im Monat einer meiner Grenzen und erfahre, wie schön das Leben sein kann. Auch wenn es viel Überwindung braucht. Noch keine meiner Abenteuer habe ich bis jetzt bereut, denn sie bescherten mir tolle Momente, an die ich mich immer wieder gerne erinnere. Durch diese Momente fühle ich mich immer wieder lebendig.